Als sich die Wogen geglättet hatten, wurde die Gärtnerei notdürftig repariert. Alle gängigen Blumen- und Grünpflanzen wurden produziert und an Blumengeschäfte verkauft. Die Tochter Ellen trat in die Fußstapfen des Vaters und war nun ebenso im elterlichen Betrieb tätig.
Nach dem Kauf der ersten Phalaenopsispflanzen wurde das Interesse an Orchideen groß. Da die Aussaat im umfunktionierten Badezimmer ihres Ehemannes Bodo Schöttler klappte, wurde der Betrieb nach und nach auf alle Arten Orchideen umgestellt.

(Pressemitteilungen einiger wichtiger Ereignisse)

Im Jahre 1926 wurde die Gärtnerei von Otto Dahlbüdding gegründet. Es begann damit, dass in einigen Mistkästen und einem kleinen Gewächshaus Beetpflanzen, Cyclamen, Hortensien und Crysanthemen herangezogen und mit Pferd und Wagen auf dem Wochenmarkt verkauft wurden.
Nach Ausbruch des Krieges durfte in der stark erweiterten Gärtnerei nur Gemüsepflanzen und fertiges Gemüse gezogen werden. Die vorhandenen Örtlichkeiten wurden übergangsweise als Büroräume des Schwerter Nickelwerkes und später als Zwischenlager für Flüchtlinge genutzt.
1973 übernahm Tochter Ellen den Gartenbaubetrieb und trieb die Orchideenzucht durch eigene Kreuzungen und Aussaaten weiter voran. Die Orchideen wurden auf dem Wuppertaler Großmarkt vermarktet und im In- und Ausland verkauft. Seither nahmen unsere Orchideen an zahlreichen nationalen und internationalen Orchideenschauen teil.
Die Krönung war der europäische Orchideenkongress in Hamburg und der Weltorchideenkongress in Frankfurt, bei dem die Orchideen mit 17 Medaillen ausgezeichnet wurden. Nach Aufgabe des Blumengroßmarktes wendete sich die Zucht mehr und mehr den Orchideenfreunden und -liebhabern zu.
Gleichzeitig wurde der Verkauf im Großhandel bundesweit ausgebaut. Auch die Teilnahme an verschiedenen Ausstellungen hatte weiterhin Bestand. Der Enkelsohn, Guido Schöttler, entdeckte schnell seine Liebhaberei für die Orchideen. Er machte seine Ausbildung zum Gärtner von 1981 - 1982 in der Werksgärnterei von Vincent&Wiederholt. Nachdem er diese erfolgreich abgeschlossen hatte, arbeitete er als Gärtner im elterlichen Betrieb. 1989 machte Guido Schöttler seinen Gärtnermeister in Münster-Wolbeck und übernahm im gleichem Jahr den Betrieb von seiner Mutter, Ellen Schöttler.

Jetzt fing die Zeit der Neustrukturierung an. Es wurde ein neues Gewächshaus gebaut und was früher noch von Hand gemacht wurde (Lüftung, Schattierung, Gießen, ect.) wurde jetzt von einem Computer gesteuert. Der Bruder,Volker Schöttler, bis dahin eher geologisch orientiert, stieg mit in den Betrieb ein. Er übernahm den betriebswirtschaftlichen Bereich und den Großhandel. Auch die Ehefrauen fanden schnell einen Platz in dem immer größer werdenden Privatverkauf.

Ulrike und Monika Schöttler betrachteten die Orchidee nicht mehr nur als reine Pflanze, die gehegt und gepflegt werden muss, sondern immer mehr auch als Dekorationsobjekt. Durch die Vergrößerung unseres Verkaufsraumes können wir heute unseren Kunden, neben der reinen Sortenvielfalt an Orchideen, auch mannigfaltige Dekorations- und Präsentationsvorschläge zeigen. Durch ein besonders ausgefallenes und qualtitativ hochwertiges Sortiment an Keramik-, Glas- und Dekorationsartikel bieten wir unseren Kunden ein einmaliges Einkaufserlebnis.

Zu den regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen in unserem Betrieb (Tag der offenen Tür, Umtopfaktion), gesellte sich dann 1997 auch eine Weihnachtsausstellung.
Diese wurde von unseren Kunden so begeistert angenommen, dass wir diese Ausstellung jetzt jedes Jahr ausrichten. Durch diese Orientierung zum Privatverkauf bekam unser Familienbetrieb, rein personell, immer mehr Zuwachs. Neben Fr. Melanie Middeke, die schon seit ihrer Ausbildung 1989 bei uns arbeitet, stellten wir auch noch einen Floristen sowie mehrere Aushilfskräfte ein. Durch interne Schulungen wurden aus diesen Orchideenanfängern ganz schnell Experten, die heute unsere Kunden fachlich kompetent und mit viel Begeisterung in die Welt "unserer" Orchideen entführen.